Browserartige „Inkognito“- oder „Privat“-Schalter tauchen in immer mehr KI-Begleiter-Produkten auf und versprechen eine Sitzung, die angeblich weniger Spuren hinterlässt. Die Formulierung ist direkt aus Browser-Datenschutzmodi entlehnt — ein guter Grund, kurz innezuhalten, bevor man dieselben Garantien annimmt.

Was wir wissen:

In einem Webbrowser hat der Inkognito-Modus eine klar dokumentierte, enge Bedeutung: Er speichert keinen lokalen Verlauf, keine Cookies oder Formulardaten auf diesem Gerät, verbirgt Ihre Aktivität aber nicht vor Arbeitgeber, Schule, Internetanbieter oder den besuchten Websites. Übernimmt eine KI-Begleiter-App dieselbe Bezeichnung, sollte die ehrliche Grundannahme derselbe enge Umfang sein — eine lokale oder sitzungsbezogene Änderung —, sofern die Betreiberdokumentation nicht ausdrücklich erklärt, dass ein Gespräch im Privatmodus nicht protokolliert, nicht für Modelltraining genutzt und nicht serverseitig gespeichert wird.

Was offen bleibt:

EmberGF hat für diesen Beitrag keine konkrete Inkognito-Implementierung vollständig geprüft, und „Inkognito“ ist in dieser Produktkategorie kein standardisierter Begriff wie bei Browsern — der Privatmodus einer App kann etwas deutlich anderes bedeuten als der einer anderen. Ohne die aktuelle Dokumentation des jeweiligen Produkts direkt zu lesen, können wir nicht bestätigen, was ein einzelner Schalter serverseitig tatsächlich ändert.

Fazit

Bevor Sie einem „Inkognito“-Schalter etwas Sensibles anvertrauen, suchen Sie den konkreten Satz in der Datenschutzerklärung oder Hilfe-Dokumentation der App, der definiert, was der Modus serverseitig bewirkt — nicht nur im Browser-Tab. Finden Sie diesen Satz nicht, gehen Sie davon aus, dass der Schalter weniger ändert, als der Name vermuten lässt.

Quellen